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Training bei der Werkfeuerwehr Wacker Burghausen

 

 

( Bilder und Text: FF Neumarkt - Sankt Veit 

Sicherer Umgang mit Gefahrgut
Neumarkter Wehr trainiert bei der Werksfeuerwehr Wacker Burghausen

Bis zum Baubeginn der Umgehungsstraße um Neumarkt-Sankt Veit werden noch viele Monate vergehen. In dieser Zeit rollt auch der gesamte Schwerverkehr der B299 noch durch die Bahnhofs- und die Birkenstraße. Täglich mühen sich so viele LKW durch das „Nadelöhr“ Neumarkt-Sankt Veit, oft mit gefährlichen Stoffen beladen. Neben hochbrennbaren Ottokraftstoffen, ätzenden Säuren und Laugen findet man sogar heißes Flüssigaluminium auf den Frachtpapieren.

Um einem Unfall mit solchen Stoffen gewappnet zu sein, unterzogen sich die Wehrmänner der Feuerwehr Neumarkt-Sankt Veit gemeinsam mit den Kameraden der Feuerwehr Haag einem Trainingstag bei den Spezialisten der chemischen Industrie, der Werksfeuerwehr Wacker in Burghausen. „Unfälle mit gefährlichen Stoffen stellen enorme Anforderungen an die Einsatzkräfte und erfordern fundierte Kenntnisse der Feuerwehrmänner“ so Rudolf Reichgruber, erster Kommandant der Feuerwehr Neumarkt-Sankt Veit.

Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Wachleiter und Ausbilder, Peter Derfler, erfolgte die theoretische Ausbildung zum richtigen Umgang mit Gefahrgut. Neben den sachgemäßen Absperrungs- und Sicherungsmaßnahem wurde auch das Messen von gasförmigen Schadstoffen geschult. Auch die fachgerechte Anwendung der Gefahrgutausrüstung wurde den Wehrmännern vermittelt. Im praktischen Teil des Ausbildungstages wurden zwei Unfälle simuliert. Auf dem Übungsplatz „brannte“ ein Forschungslabor. Eine Person kam dabei mit einer zunächst unbekannten Säure in Berührung. Erstes Ziel der Übung war die Menschenrettung. Jedoch musste auch der Stoff identifiziert werden, um die von ihm ausgehende Gefahr bannen zu können.

Ein brennender Kesselwagen der Deutschen Bahn war als zweiter Einsatz vorgegeben. Der Kesselwagen, der mit einem hochentzündlichen Stoff gefüllt ist, ist leck geschlagen und in Brand geraten. Nach dem die Flammen mit Löschpulver und Schaum gelöscht waren, musste die austretende Flüssigkeit unter Einsatz von Vollschutzanzügen aufgefangen und umgefüllt werden, um einen größeren Umweltschaden abzuwenden.

Durch die praxisnahe Vermittlung seitens der Ausbilder konnten die besonderen Gefahren den Feuerwehrmännern anschaulich dargestellt werden. Auch die Führungskräfte der Neumarkter Feuerwehr profitierten von diesem Trainingstag: die taktischen Vorgehensweisen wurden verfeinert und die Einsatzkonzepte wurden weiter verbessert.