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Großübung in Feichten am 22.07.2005

 

 

( Bilder: FF Neumarkt - Sankt Veit, Text: Neumarkter Anzeiger) 

Übung im Falle der Wassernot
Wie löschen wir rasch, wenn ein Anwesen östlich des Tegernbaches brennt?

Diese Frage ging dem Feichtener Feuerwehrkommandanten Manfred Eder nicht aus dem Kopf und zusammen mit seinen Kollegen Sepp Brunnmeier (Teising/Fraßbach), Rudi Reichgruber (Neumarkt - St. Veit) und Hans Pichler (Elsenbach) trainierte ein halbes Hundert Feuerwehrleute aus den vier Wehren den Ernstfall im Anwesen Irl in Anglsperg.

Schon wenige Minuten nach Alarmauslösung brachte das Tanklöschfahrzeug aus Neumarkt-St. Veit eine Menge Wasser, mit dem man auch den Einsatz des Atemschutztrupps unterstützen konnte, der Personen und Gefahrenstoffe in Sicherheit brachte. Elsenbachs Wehr pumpte aus dem 250 Meter entfernten Fischweiher, während die Feichtener einmal den Hydranten benutzten und zudem mühsam den Tegernbach stauten und eine 300 Meter lange Leitung unter der Bahn bis zum Brandherd legten. Aus beiden Naturquellen kam bei weitem nicht die nötige Wassermenge. Dass aber doch schließlich 3000 Liter Wasser pro Minute fließen konnten, verdankte man einem Trick. Aus einem 13 Kubikmeter Güllefass eines Landwirtes schöpfte die Teisinger Wehr und trug mächtig zur Schadensbegrenzung bei.

Bei der anschließenden Besprechung gab Kommandant Manfred Eder zu bedenken, dass er nicht vorhabe, Güllefässer in den Alarmplan aufzunehmen. Aber sie sollten zum Einsatz kommen, wenn sie im Ernstfall zur Verfügung stünden. Ansonsten war er mit dem Verlauf der Übung zufrieden, denn es konnten wichtige Erfahrungen gesammelt werden.

Kreisbrandmeister Adolf Uhl, der wie Bürgermeister Erwin Baumgartner den Übungsverlauf beobachtet hatte, empfahl daher, dass in Verbindung mit Kommunen und dem Wasserwirtschaftsamt Anstrengungen unternommen werden, Naturgewässer für Feuerwehreinsätze tauglich zu gestalten. Den Erkenntniswert dieser Übung schätzte er hoch ein und empfahl, die Lehren daraus anzuwenden.

Feuerwehrreferent Michael Asbeck dankte für die Einsatzbereitschaft bei dieser gewiss schwierigen Übung. Dabei lobte er die Zusammenarbeit der Wehren und die Beherrschung der Fertigkeiten und Geräte. Gegen die Wassernot in diesem Gebiet empfahl auch er, das Wasserwirtschaftsamt um Hilfe anzugehen.

Diese Großübung, die auch aus Anlass zur kommenden Einweihung des Feuerwehrgerätehauses am 7. und 8. August besonders kniffelig war, wurde logistisch meisterlich gelöst, war die einhellige Meinung der Beteiligten und Beobachter. Bei einer Brotzeit saßen die Leute noch lange zusammen.