[Nach oben]
 

Standortschulung Technische Hilfeleistung durch die Staatliche Feuerwehrschule Geretsried im Gerätehaus der FF Neumarkt - Sankt veit

 

(Bilder FF Neumarkt - Sankt Veit)

Im Zeitraum vom 6. - 9. November 2017 waren insgesamt 16 Feuerwehren aus dem Landkreis bei uns auf einer zweitägigen THL Schulung, die von der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried durchgeführt wurde.

Hier der Bericht von der Kreisbrandinspektion Landkreis Mühldorf a. Inn:

Standortschulung Technische Hilfeleistung durch die Staatliche Feuerwehrschule Geretsried

Dass die Einsatzbereiche einer Feuerwehr mittlerweile nicht nur das Löschen von Bränden umfasst, ist allseits bekannt. Es sind die zahlreichen Technischen Hilfeleistungen, zu denen die Feuerwehren immer mehr gerufen werden. Die Feuerwehren im Landkreis Mühldorf a. Inn sind mit modernsten Gerätschaften ausgestattet, jedoch ist alles schwieriger und komplexer geworden. Daher ist es notwendig, die Einsatzkräfte mit einer fachgerechten Ausbildung auf den neuesten Stand zu bringen.

Die Staatliche Feuerwehrschule Geretsried bietet dafür einen zweitägigen Lehrgang Technische Hilfeleistung an. Mit zwei Wechselladerfahrzeugen und umfangreichen Equipment sind die 6 Lehrkräfte der Feuerwehrschule in Neumarkt-Sankt Veit angekommen. Insgesamt wurden 72 Feuerwehrkameradinnen und –kameraden aus 16 Feuerwehren (Neumarkt-Sankt Veit, Egglkofen, Niedertaufkirchen, Irl, Mößling, Erharting, Kraiburg a. Inn, Taufkirchen, Heldenstein, Rattenkirchen, Polling, Weiding, Mühldorf a. Inn, Waldkraiburg, Obertaufkirchen und Grünthal) jeweils 2 Tage geschult.

Der erste Tag begann im Schulungsraum der Feuerwehr Neumarkt-Sankt Veit zunächst mit einer theoretischen Unterrichtseinheit. Bei dem Thema alternative Fahrzeugantriebe wiesen die Lehrkräfte auf mögliche Gefahren hin und gaben Tipps für die Personenrettung. Im Anschluss wurden die 8 Feuerwehren in vier Gruppen eingeteilt, und durchliefen auf dem Gelände des Bauhofs in Neumarkt-Sankt Veit 4 Stationen. In einer Station wurde das Thema Ziehen von schweren Lasten mittels Greifzug geschult. In der zweiten Station wurde das Sichern und Aufstellen eines auf der Seite liegenden PKWs gezeigt. In der nächsten Station wurde das Trennen von Gegenständen mit verschiedenen Gerätschaften geprobt und in der letzten Station wurde das Heben von schweren Lasten geübt. Nachdem alle Gruppen die Stationen absolviert hatten, wurde noch auf die Gefahren durch nicht ausgelöste Airbags hingewiesen. Bei einem Fahrzeug wurden sämtliche Airbags ausgelöst.

Am zweiten Tag dieser Fortbildung waren alle nochmals bei zwei Übungen gefordert. Alle 4 Gruppen mussten zwei Übungen nacheinander abarbeiten. Wobei keine der Gruppen das gleiche Szenario hatte. In der einen Übungsstation war zunächst ein Verkehrsunfall nachgestellt, bei dem eine Person unter dem Fahrzeug, die andere im Fahrzeug eingeklemmt war. Echte PKWs, Übungspuppen und nachgestellte Passanten bzw. PKW Insassen gestalteten diese Übung überaus realitätsnah. In der zweiten Übungsstation hatten die Teilnehmer die Gelegenheit an einem LKW Simulator, den die Staatliche Feuerwehrschule dabei hatte, zu üben. So konnten sie das Ansetzen und Arbeiten mit den hydraulischen Rettungsgeräten üben. Dabei wurde den Rettern bewusst, vor welchen weiteren Herausforderungen sie bei einem LKW-Unfall gestellt werden. Sei es die gefederte Kabine zu sichern, das Überprüfen der Ladung oder auch die schweren Kabinentüren, die beim wegschneiden nicht so einfach aus eigener Kraft zu halten sind.

Die Kreisbrandinspektion bedankt sich bei der Stadt Neumarkt-Sankt Veit, dass dieser Lehrgang auf dem Feuerwehr- und Bauhofgelände abgehalten werden konnte. Danke auch dem Bauhofteam für die Unterstützung und dem Feuerwehrteam für die Verpflegung der Kursteilnehmer.